Philipp Müller ist für die Freunde saftiger, fruchtbetonter Pfälzer Weißweine längst kein Unbekannter mehr. Auf seinem Weingut in Kleinfischlingen setzt der Geisenheim‐Absolvent auf die Sortentypizität seiner Weine und als echter Pfälzer auf Genuss. So bietet auch seine Scheurebe trocken vom Bukett bis zum Abgang Trinkvergnügen pur. Die Nase empfängt der Weiße mit Noten von Stachelbeeren und frischem Heu, zu denen sich dann Aromen von exotischen Früchten und hellem Kernobst gesellen. Am Gaumen bietet er viel Saft und Frucht, die von der perfekt eingebundenen Säure lange getragen wird.
Die Fachpresse zählt die Familie Minges zu den Besten der Pfalz. Seinen 2023 Pinot Brut Sekt aus der Rebsorte Spätburgunder überzeugt auch uns mit seiner klaren, frischen Stilistik und seiner charmanten Frucht nach Walderdbeeren und seinem cremigen Finish. Ein wunderbarer Aperitif und Speisenbegleiter zu cremigen Käsesorten und zu Brioche mit gesalzener Butter und Konfitüre.
Das Beste der beiden Burgunderrebsorten Chardonnay und Weißburgunder wollte Philipp Müller in seiner Weißwein‐Cuvée „Fein‐ schliff“ vereinen. Am Ende waren es zwei Drittel Chardonnay und ein Drittel Weißburgunder, die zu seiner modernen Interpretation eines klassischen Burgunders führten. Das komplexe Bukett reicht von reifem Apfel, weißem Pfirsich und Zitrusfrucht über Noten von Birne und Ananas bis hin zu floralen Anklängen. Am Gaumen präsentiert sich der trockene Weiße mit seiner gelungenen Balance von Fruchtfülle und Frische angenehm saftig.
Gut von Beiden Feinschliff 2024 weiß, Pfalz € 8,95 (Liter 11,93)
In der Nase wie am Gaumen erweist sich die Scheurebe alles andere als schüchtern. Deshalb schätzt sie Regine Minges als regionale Alternative zum Sauvignon Blanc. Aromen von Pampelmuse, Stachelbeere, Limette und Pimpernelle vereinen sich bei ihrer 24er Scheurebe Gleisweiler trocken zu einer verspielten Leichtigkeit im Bukett und einem ausdrucksstarken Auftritt am Gaumen, zu dem sich hier noch eine spürbare Mineralik gesellt. Sein erhebliches Lagerpotenzial kann der Weiße aus der Pfalz allerdings nur selten ausspielen, da er schon als junger Wein viel zu viel Trinkvergnügen bietet.